Queen of Shadows - Sarah J. Maas

30. Dezember 2015 |

Vorweg sollte ich vielleicht eine kleine Spoiler-Warnung aussprechen, da dies hier der vierte Band einer Reihe ist, und in diesem eine MENGE passiert, bleiben Spoiler leider nicht aus. Wer das Buch oder die Reihe also noch lesen möchte, der sollte nicht weiterlesen ;)

Der vierte Band der Throne of Glass-Reihe aus der Feder von Sarah J. Maas, war eine meiner meist herbeigesehntesten Veröffentlichungen in diesem Jahr! Dementsprechend, auch wenn der Vorgänger "Heir of Fire" mich, wegen einiger Dinge, nicht ganz so begeistert hat, waren meine Erwartungen recht hoch. Aber, wie das mit den hochgeschraubten Erwartungen ebenso ist, meistens wird man leider doch enttäuscht.

Nicht aber, von diesem Buch! Gut, fairerweise muss ich wohl sagen, dass ich mich nicht mit allen Geschehnissen anfreunden konnte, und stellenweise auch enttäuscht wurde, dafür gab es aber andere Parts die dieses Buch zu einem wahren Fest der Awesomeness werden ließen , und jedwede Enttäuschung gekonnt wettgemacht haben.

Aber widme ich mich zuerst den Dingen, die mir überhaupt nicht gepasst haben, aka Rowan Whitethorne aka Ich-bin-eigentlich-nur-da-weil-die-Autorin-einen-krassen-Ladyboner-wegen-mir hat! Ich hasse ihn! Ich verabscheue ihn und wünsche mir auf jeder Seite, in jedem Satz in dem er vorkommt oder erwähnt wird, dass er einen qualvollen Tod erleiden möge. Dieser Typ ist einfach nur unfassbar nervig und kacke, beschissener sind wahrscheinlich nur die Dixi-Klos bei Rock am Ring.
Warum ich Rowan hasse, wo doch der Großteil des Fandoms ihn so abgöttisch liebt? Nun, zuerst wäre da die Sache, dass er Celaena in "Heir of Fire"über weite Teile, emotional und physisch misshandelt hat. Sorry, aber wer kleine Mädchen schlägt, den kann ich aus Prinzip nicht leiden. Dann wäre da die Sache, das Rowan im Grunde keinen Zweck erfüllt, außer, dass Celaena ihm nachschmachten kann, weil er ja so wild und muskulös und sexy ist... Ansonsten erfüllt der Typ einfach keine Aufgabe. Die Geschichte würde ohne ihn ebenso auskommen, wenn nicht sogar noch besser sein. Aber weil Sarah J. Maas ja (laut eigener Aussage) ein Faible für solche Charaktere hat, muss ich ihn wohl ertragen.

Dann wäre da noch der Punkt, dass uns in "Heir of Fire" immer und immer wieder gesagt wird, das die Beziehung zwischen Rowan und Celaena rein platonisch und nur freundschaftlich sei, in Queen of Shadows allerdings, sind beide ganz plötzlich unsterblich verliebt? Hab ich was verpasst? Und durch diesen Sinneswandel, der einfach überhaupt keine Erklärung findet, hatte ich stellenweise echtdas Gefühl, als hätte ich einen Teil überlesen oder verpasst.
Ich kann ja verstehen, dass Celaena ihr altes Ich als Assassine am Ende von "Heir of Fire" hinter sich gelassen hat, und fortan wieder unter ihrem Geburtsnamen Aelin unterwegs ist, mir erschließt sich aber nicht, wieso sie dann in ihrer Gefühlswelt so eine 180° Drehung hinlegt. Und dann dieses: Oh ich schlafe übrigens ohne Schlüppi, weißte bescheid! Von Aelin/Celaena als sie mit Rowan in einem Bett schläft, und tierisch horny ist und weiß dass er es auch ist, fand ich einfach nur billig und verzweifelt. Ernsthaft, wer soll das denn bitte sexy finden, wenn die beiden einfach nur notgeil sind, aber nicht miteinander knattern, weil halt, und stattdessen einfach nur hirnlos rumsabbern... Nee, brauche ich nicht, kann gerne abgestellt werden.

Ähnlich geht es mir mit Aedion, Aelins/Celaena Cousin, der Typ ist anscheinend auch nur da, um Aelin/Celaena (wahlweise auch Rowan) anzuhimmeln, mehr kommt von ihm eigentlich auch nicht.

Und was mich richtig geärgert hat war einfach der Punkt, dass die alten Charakter wie Chaol und Dorian einfach an die Seitenlinie gestellt wurden, um für Rowan und Aedion Platz zu machen, obwohl beide einfach lame sind. Um nicht zu sagen, dass Dorian und gerade Chaol einfach wie Dreck behandelt werden, sorry, aber dieser krampfhafte Versuch Chaol als Oberarschloch darstellen zu wollen, obwohl eigentlich Celaena die Putenkönigin vom Dienst ist, war einfach nur unnötig!
Generell fand ich das ganze Aelin-Rowan-Chaol-Dorian-Beziehungsgeflecht in diesem Buch, einfach nur unglaublich nervtötend! Aelin war auf einmal die totale Zicke, und Chaol hat sich zum Großteil einfach alles von ihr gefallen lassen. Und dieser ganze Streit wegen dem besessenen Dorian, ob sie ihn nun retten oder lieber gleich killen sollen, hat mich auch angekotzt.

Was die Plot-Entwicklungen in dieser Gesichte angeht, bin ich stellenweise auch recht enttäuscht, die ganze Sache mit dem König der über vier Bücher als der Oberschurke aufgezogen wird, nur um dann zu enthüllen dass er es eigentlich gar nicht ist... WTF?! Wir erfahren nicht einmal den effing Namen?Arobynn ist für meinen Geschmack auch viel zu leicht davongekommen, klar, er wurde getötet, aber die Art und Weise wie das passiert, nope, einfach NOPE!

Aber genug davon, kommen wir zu dem Teil der mir am besten gefallen hat, mein Highlight war und einzig und allein dafür verantwortlich ist, dass ich dieses Buch liebe! Manon und der Handlungsstrang der Hexen in Morath! HOLY MOTHER OF EPICNESS! Manon ist und bleibt einfach der coolste und beste Charakter in dieser Reihe, Punkt und Schluss. Da kann niemand mithalten, selbst Aelin wird von ihr in den Schatten gestellt! Aber nicht nur Manon, sondern auch Asterin, die anderen der Dreizehn und die Hexen an sich, sind einfach das beste was es in diesen Büchern zu finden gibt. Einzig dass der Handlungsstrang so zäh vorangeht und dass es dieses Mal weniger um die Wyverns ging, nervt mich ein wenig, aber der Rest... HAMMER! Richtig geil war auch einfach die "Begegnung" zwischen Aelin und Manon. Die hatte die Autorin ja zuvor angekündigt, und ich hatte im ersten Augenblick Angst, dass er zu einem Bündnis zwischen den beiden Frauen kommt. Doch zu Glück gab es diesen krassen Fight! Ich glaube das ist der beste und epischste Kampf den ich jemals gelesen habe.

Richtig angepisst hat mich im Bezug auf Manon aber dieses Geflirte mit (Valg-)Dorian, weil das einfach nur schrecklich war. Dorian ist so eine weichgespülte Oberpussy, das ist echt nicht mehr feierlich. Sollte zwischen den beiden was laufen, werde ich Sarah J. Maas, falls ich sie jemals treffen sollte, vor die Füße spucken. Das kann und darf einfach nicht passieren!

Generell gefallen hat mir aber, das dieses Buch einfach von der ersten, bis zur letzten Seite Girlpower ohne Ende ist. Das Buch wird komplett durch die weiblichen Charaktere getragen. Jede der Frauen, egal ob Aelin (wenn auch mit gehörigen Abstrichen), Manon, Lysandra oder Nesryn punktet auf ganzer Linie. Das Highlight (neben Manon) war dann aber Kaltain. Im ersten Buch war sie mir egal, einfach weil sie halt der Klischee-Böse-Cheerleader war, der Celaena nicht leiden kann. In Queen of Shadows allerdings, HOLY SHIT! Das sie den Valg-Prinzen der in ihren Körper gesteckt wurde und der Besitz von ihr ergreifen sollte, besiegt hat, war ich richtig cool. Und dass sie dadurch dieses Shadowfire erweckt hat, mit dem sie dann einfach mal die halbe Bergfestung von Morath in Schutt und Asche verwandelt... EPIC!

Um zum Ende zu kommen, mir hat dieser Band, sehr gut gefallen, ich bin jetzt zwar noch weniger Fan der Handlung um Aelin, aber mit dem Handlungsstrang der Hexen hat sich Sarah J. Maas selbst übertroffen.
Trotz der Kritikpunkte und trotz der Dinge dir mir stellenweise echt den Spaß an diesem Buch verhagelt haben, muss ich doch sagen, dass es der bisher stärkste Band der Reihe ist. Und obgleich ich nicht mit allen Auflösungen die es gab zu 100% zufrieden bin, bin ich trotzdem froh dass es nun endlich in eine neue Richtung geht, und bin sehr gespannt was da kommen wird.

Bloomsburry Publishing  Hardcover, 645 Seiten   Throne of Glass #4 15.68€ 

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