Blogtour - Zwei wie Zimt und Zucker: Interview mit den Autorinnen

3. August 2015 |
Nachdem die Blogtour zu "Zwei wie Zimt und Zucker" gestern bei Nina von Nothing But N9erz einen einen Zwischenstopp eingelegt hat, geht die Reise heute bei mir weiter.
Im Gepäck habe ich für euch ein Interview mit den beiden Autorinnen, in dem sie ein bisschen etwas über ihre Ideen zu dem Buch, die 80ger Jahre und das Backen plaudern.
Als kleines Schmankerl gibt es außerdem noch einige Bilder, die einen kleinen Einblick in den Entstehungsprozess des Buch geben.
Also, schnallt euch an und los geht's!


Herr Booknerd
Wie kam es zu der Idee, über Charlotte und Marion zu schreiben, und wie viel von Ihnen beiden und Ihrem Verhältnis als Mutter und Tochter steckt in den beiden, sind Sie beide selbst wie Zimt und Zucker?

Marta und Stefanie
Oh nein, bitte nicht verwechseln: wir sind NICHT Charlotte und Marion! Wir haben sie ganz einfach erfunden. Aber natürlich kennen wir als Mutter und Tochter das Unverständnis füreinander, das Genervtsein voneinander, aber auch die große Liebe, die die beiden füreinander empfinden.

Herr BooknerdEs gibt ja eine gewisse Ähnlichkeit zu ''Zurück in die Zukunft'', der Untertitel des Buches alleine deutet ja schon sehr in die Richtung. War der Film eine Ihrer Inspirationsquellen oder was hat Sie dazu inspiriert, über die 80er Jahre und Zeitreisen zu schreiben?

StefanieAls Marta sieben oder acht Jahre alt war, habe ich ihr oft erzählt, was es in meiner Kindheit alles noch nicht gab, und was wir damals gespielt haben. Manchmal haben wir diese Spiele nachgespielt. Ich fand es wunderbar, was für einen tollen Humor meine Tochter hat, und wir haben uns vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn wir uns in meiner Kindheit als Kinder gekannt hätten. Ich war überzeugt, wir hätten uns bestimmt super gut verstanden. Daraus entstand später die Idee zu unserer Zucker & Zimt Geschichte

©Stefani Gerstenberger & Marta Martin

Marta
Und außerdem liebe ich die Zurück-in-die-Zukunft-Filme, wir kennen sie auswendig...allerdings gibt es bei uns leider keinen DeLorean.

Herr BooknerdInteressant fände ich es auch, wenn Sie uns einen kurzen Einblick in den Schreibprozess geben könnten. Haben Sie beide aktiv an dem Buch geschrieben oder wie sah da die Zusammenarbeit aus?

StefanieWir hatten schon länger geplant, unsere vage Idee endlich einmal aufzuschreiben. Im Herbst 2013, auf einer langen Zugfahrt
zu Martas Dreharbeiten nach München, haben wir ein großes, violettes Buch mit leeren Seiten vor uns gehabt und einfach mal rumgesponnen und Notizen gemacht. Zunächst haben wir überlegt, wie unsere Mutter und unsere Tochter „ticken“ sollen. (Natürlich ganz anders als wir...!) Alles in einem Café spielen zu lassen, stand auch sehr schnell fest. Haben wir schon erwähnt, dass wir beide Schokolade und Kuchen lieben?
Marta hat die Figuren gezeichnet, und so langsam kristallisierte sich auch heraus, wo, in welcher (erfundenen) Stadt wir alles spielen lassen wollten, etc.
Da Marta mit den Dreharbeiten und der Internetschule sehr beschäftigt war, habe ich tagsüber losgeschrieben und ihr abends die Seiten zu lesen gegeben. Ich muss sagen: Eine strengere Lektorin habe ich selten gehabt. Die Kommentare am Rand reichten von „Finde ich hier bisschen albern“ über „Das sagt keiner mehr, Mama!“, zu „Ich finde, die sollen endlich mal knutschen!“. Viele Szenen, an denen ich gescheitert bin, hat sie dann selber geschrieben. Es war aber dennoch eine sehr unkomplizierte, witzige Zusammenarbeit.

Herr BooknerdMarta, als Schauspielerin sind Sie es ja eher gewohnt, die Geschichten anderer darzustellen. Wie war es für Sie, einmal die ''Rolle'' zu wechseln und eine eigene Geschichte niederzuschrieben? Und würden Sie, im Falle einer Verfilmung, die Rolle von Charlotte selbst übernehmen und spielen wollen?

MartaSehr viel anstrengender. Beim Dreh hat man ja ein fertiges Drehbuch vor sich liegen und somit schon mal die Situationen und den Text seiner Figur. Bei unserem Buch gab es allerdings erst mal gar nichts. Alles muss man erst einmal einfach runterschreiben und danach Tausend Mal überarbeiten bis es einigermaßen stimmt. Das ist schon echt schwierig. Falls es eine Verfilmung geben sollte, was ich hoffe, würde ich unglaublich gerne Charlotte spielen. Sie ist nämlich die, mit den coolen Sprüchen und außerdem sehr lustig.

Herr BooknerdDas Cover von ''Zwei wie Zimt und Zucker'' ist ja wirklich wunderschön und stimmt einen perfekt auf die Geschichte ein, was halten Sie selbst von dem Cover und wie sehr waren Sie in den Entstehungsprozess involviert?

StefanieCover sind eine schwierige Sache, dass weiß ich von meinen anderen Romanen. Man hat eine Idee im Kopf, und die Marketingabteilung des Verlags meistens eine völlig unterschiedliche... Auch wenn es niemand so recht glauben will, als Autor hat man sehr wenig Mitspracherecht an Titel und Cover. Aber als bekannt wurde, dass die Grafikerin Petra Hämmerleinova sich um die Umsetzung kümmern würde, war ich nach einem Blick auf ihre Website beruhigt. Ihr eigenwilliger Stil gefällt mir sehr, und als ich das Cover sah, habe ich nur noch gedacht: Was für ein Hingucker! Toll!
 
©Stefani Gerstenberger & Marta Martin

Marta
Mir gefällt es auch sehr gut. Erst war ich etwas skeptisch; weil ich mir nicht sicher war, ob das Cover mit der Zielgruppe übereinstimmte. Doch es macht sich wirklich gut im Buchladen. Man will sofort danach greifen.

Herr BooknerdBacken ist ja ein sehr großes Thema in dem Buch, es fängt ja schon beim Titel an und zieht sich dann durch die komplette Geschichte. Backen Sie beide selber gerne und wenn ja, was backen Sie am liebsten?

MartaAlso Torten kann ich nicht backen, aber ein Geburtstagskuchen für die Familie oder Freunde ist schon drin. Allerdings schmeckt der Teig auch immer sehr lecker...
 
Stefanie: Ich war in meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau mal ein paar Monate für die Herstellung der Petit-Fours, die zum Espresso gereicht wurden, verantwortlich. Das war sehr aufwendig, hat aber viel Spaß gemacht. Ansonsten backe ich gerne Geburtstags-Torten. Es gibt sehr einfache Rezepte, die aber im Endresultat sehr beeindruckend aussehen ... und auch schmecken.
Herr BooknerdStefanie, Sie waren selbst Teenager in den 80er Jahren - wie war es für Sie, Ihre Tochter noch einmal dorthin mitzunehmen, auch wenn es nur auf dem Papier war?

Stefanie
Sehr peinlich, manchmal ... Sowieso kommt man als Mutter oft ziemlich peinlich rüber, aber Marta dann anhand von Fotos zu zeigen, wie ich herumgelaufen bin, meine Tagebücher und Frauenkalender (!) herauszukramen und gemeinsam zu lesen, dabei zu gestehen, in was für komische Typen ich verliebt war... Das war schon hart.  Aber eben auch sehr lustig, das alles in abgeänderter Form ins Buch zu packen.

Marta
Teilweise musste ich schon wirklich lachen bei dem, was ich da lesen durfte. Allerdings hat mir Mama schon immer viel erzählt über die schrecklichen Klamotten und Frisuren, also war ich nicht ganz so geschockt.
 
Herr Booknerd
Wenn Sie beide selbst in der Zeit zurückreisen könntet, in welches Jahr verschlüge es Sie und warum ausgerecht dorthin?

Stefanie
Ich würde mich gerne in das Leben von Mozart schmuggeln und ihn gerne einmal live sehen. Vielleicht also ins Jahr 1791 . Ich glaube, das war alles doch ganz anders, als wir uns das heute aufgrund von Filmen und Büchern, die es über sein Leben gibt, vorstellen.
 
MartaIch würde gerne mal zurück in die 60ger reisen und zwar nach Amerika. Allerdings auch nur wegen der Mode und der Musik, politisch lief’s da ja auch nicht so toll. Aber im Petticoat würde ich schon gerne rumlaufen!

Herr Booknerd: Die 80er haben ja schon seit einigen Jahren ein Comeback, Neonfarben und Leggins haben sich ihren Platz in der Mode zurückerobert, in der Musik lassen sich deutliche Einschläge aus den 80ern heraushören, und auch ansonsten scheint uns dieses Jahrzehnt aktuell näher zu sein als es manchen lieb ist. Was ist denn für Sie „ultimativ 80er“? Ein Song, ein Kleidungsstück, ein Film?

StefanieBoy George, „Do you really want to hurt me.“ Flashdance“ und die Frisur von Jennifer Beal. 
 
©Stefani Gerstenberger & Marta Martin

MartaFür mich vor allem die schrecklichen Frisuren, wie die bekannte Dauerwelle, oder die Kleidung, Schulterpolster zum Beispiel. Allerdings kenne ich das nur aus Filmen.

Herr Booknerd
Die Frage, die sich zum Schluss natürlich unweigerlich stellt, ist: Wird es ein weiteres „Zimt und Zucker“-Abenteuer geben oder haben Sie andere Buchprojekte in Planung, auf die wir uns in Zukunft freuen können?

Stefanie und Marta
Na klar haben wir Charles, Marion, Matteo, Konrad, ja selbst die doofe Dagmar und den Dümpelmann während des Schreibens der Geschichte ins Herz geschlossen und möchten sie am liebsten nicht alleine lassen. Vielleicht fällt uns ja demnächst auch noch ein fettes Zeit-Problem ein, mit dem wir sie alle zur Verzweiflung bringen könnten.
Doch die nächste Geschichte handelt nicht von ihnen. Worum es geht, steht erst ganz vage in der nächsten Schreibkladde (die ist pink, diesmal).
Aber eins kann schon verraten werden: Mutter und Tochter finden sich an einem Filmset wieder...
  
Ich bedanke mich recht herzlich bei Stefanie Gerstenberger und Marta Martin, für das tolle Interview.
Und wenn ihr jetzt denkt: Oh mein Gott! Ich muss dieses Buch einfach unbedingt haben! Dann habe ich hier die perfekte Gelegenheit ein tolles Preispacket von "Zwei wie Zucker und Zimt" abzustauben.



Was ihr dafür tun müsst?
Ganz einfach, beantwortet in den Kommentaren (oder per Mail an Herr-Booknerd@web.de) folgenden Frage, und ihr landet sofort im Lostopf

Was ist euer absoluter Lieblingskuchen?

Vergesst nicht auch bei den anderen Stopps der Blogtour vorbeizuschauen. Dort erwarten euch tolle Beiträge rund um das Buch, Zeitreisen, die 80ger Jahre und wie ihr am besten eure Freunde (oder schlimmsten Feinde) miteinander verkuppeln könnt.



Kommentare:

  1. Hallöchen :-)

    Danke für das tolle Interview.
    Jetzt bin ich noch überzeugter davon, dieses Buch lesen zu müssen. :-D

    Mein absoluter Lieblingskuchen ist der Marmorkuchen nach einem von mir eigens kreierten Rezept. Saulecker und super saftig.

    Liebe Grüße
    Caro

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  2. Hallo!
    Puh, mein absoluter Lieblingskuchen? Ich mag ja fast alle ;) da ich soo gerne Süßes esse. Ich denke mein Lieblingskuchen ist der Ribiselschaumkuchen...äh...für Deutschland...Johannisbeerschaumkuchen.....der hat eine leckerer Schneehaube oben drauf.
    Liebe Grüße
    Martina

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  3. Huhu,

    cooles Interview, ich wollte das Buch ja vorher schon lesen, aber jetzt noch mehr :)

    Mein Lieblingskuchen - das ist echt 'ne schwere Frage, weil irgendwie jeder Kuchen lecker ist (außer Streuselkuchen, urghs). Total gerne esse ich zb Käsekuchen, Bananenkuchen, Apfelkuchen, Zwetschgenkuchen und Schokokuchen (das ist jetzt mein Top5, ich hoffe, die gilt auch :D).

    Liebe Grüße,
    Marie

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  4. Huhu! :)

    Mein liebster Kuchen? Hm...schwierig! Aber ich denke ganz vorne mit dabei ist auf jeden Fall Marillenkuchen. Der ist nicht zu süß und auch nicht zu sauer, eine perfekte Mischung. ;) Im Sommer mag ich ihn super gerne als Nachspeiße.

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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  5. Hallo,

    ich esse am liebsten Zitronenkuchen :)

    Liebe Grüße
    SaBine

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  6. Hi,
    wow, tolles Interview und die Fotos und Zeichnung geben dem Ganzen noch die ganz persönliche Note! Da habt ihr euch wirklich bemüht.
    Ich liebe die Musik der 80er. Da du mich ja erst richtig aufgeklärt hast über das Buch und mich der Beitrag noch neugieriger macht, versuche ich mal mein Glück.

    Normalerweise würde ich auf die Frage, was mein Lieblingskuchen ist, mit der selbstgebackene Rhabarberkuchen mit Bissee, antworten. Aber seit ich im Urlaub Rote-Grütze Schnitten geschlemmt habe, kann ich an (fast) nichts anderes mehr denken. Purer, absolut gigantischer Gaumengenuss! <3


    LG
    Sandy

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  7. Ich muss sagen, dass ist die schwerste Frage der ganzen Blogtour, denn ich LIEBE Kuchen abgöttisch und es ist schrecklich unfair mich für einen entscheiden zu müssen, aaaaber... ich nehme Brownie-Cheescake. Ha! Damit hab ich doch irgendwie 2 erwischt :D

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