Noggin - John Corey Whaley

20. Dezember 2014 |

• Atheneum Books • Hardcover, 340 Seiten • Einzelband • 11, 91€ 

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Die Idee die dahintersteckt klang einfach nur genial, der Autor (von dem bisher kein anderes Buch gelesen habe) wird in seiner Heimat ja nur so mit Preisen zugeschüttet, was, ja ich weiß, kein Indikator dafür ist dass die Bücher auch wirklich gut sind. Aber, wenn der Mann so viele Preise bekommt muss an den Büchern ja irgendetwas sein, das dies rechtfertigt.
Und von mir aus, kann John Corey Whaley JEDEN Preis bekommen den es gibt. Von mir aus, können auch Preise extra für ihn erfunden werden.
Am Anfang war ich etwas unschlüssig weil der ganzen Thematik der Kopftransplantation, wirklich nur wenig Raum zugestanden wird. Klar, ist es vom Anfang bis zum Ende ein zentrales Thema, aber wer sich hier vielleicht erhofft, dass der ganzen Sache irgendwie (aus wissenschaftlicher oder vielleicht übernatürlicher Sicht) mehr Beachtung geschenkt wird, der wird enttäuscht werden.
Travis bekommt deinen Kopf auf den Körper eines anderen Junge transplantiert, wacht nach fünf Jahren wieder auf und muss quasi einfach damit fertig werden und sein zweites Leben leben.

Ich hätte mir zwar auch gewünscht, dass John Corey Whaley vielleicht etwas mehr damit spielt, vielleicht sogar hier und da etwas fantastisches einbaut, das man einfach mehr hat also eine bloße Transplantation, die dafür sorgt dass ein Mensch aus den Tode zurückkehrt.

Was an sich ja schon ein Wunder ist.

Angepisst war ich dann auch echt von Travis selbst. Ich kann verstehen, dass er sehr hart sein muss zu sterben und dann nach fünf Jahren wieder ''aufzuwachen'' obwohl es einem selbst nur wie ein Nickerchen vorkam. Dann mit den ganzen Veränderungen, gerade im zwischenmenschlichen Bereich, klar zukommen muss unheimlich schwierig sein. Besonders wenn man dann auch noch von der Presse belagert wird, weil alle ein für ein Wunder halten.
Dennoch hat sich Travis an vielen Stellen einfach wie ein absolutes Arschloch verhalten. Seine Ex-Freundin die nun erwachsen ist und bald heiraten will, bittet ihn mehrmals höflich darum sich damit abzufinden, dass sie jetzt nur noch Freunde sein können, und dennoch versucht Travis immer und immer wieder sie für sich zu gewinnen.

Umgehauen hat mich letztlich aber die Mischung aus humorigen Szenen, die mich sehr zum Lachen gebracht haben und den wirklich unheimlich traurigen Abschnitten, die einfach nur... ja herzzerreißend waren, ohne dabei kitschig zu wirken sondern einfach nur schön waren.

Und auch dass sich Travis nach und nach endlich davon sein altes, erstes Leben wiederhaben zu wollen hat mir super gefallen. Die vielen kleinen Twist hier und da, waren auch echt cool und für mich ziemlich unerwartet.

Trotz meiner Kritik liebe ich dieses Buch einfach, und wer da an einigen Stellen nicht mal ein kleines Tränchen vergießen muss (und sage das als jemand, der den Großteil von TFIOS über gelacht und nicht auch nur eine Träne vergossen hat), der hat kein Herz!





Kommentare:

  1. Von dem Buch hab ich schon was gehört, aber mir klingt das einfach zu gestört xDDD Aber irgendwie war mir klar, dass dich das anspricht :D

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    1. Ich glaube sogar du würdest es richtig mies finden, weil der Protagonist stellenweise einfach nur zum gegen die Wand donnern ist xD

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