[Blogtour] Wanderer - Sand der Zeit (Tag 3)

28. Juni 2014 |

Nachdem die Wanderer vorgestern bei Tanjas Rezensionen gestartet sind und gestern bei His & Her Books einen Zwischenstopp eingelegt haben, sind sie heute bei mir angekommen. Natürlich sind sie nicht alleine da, denn sie haben ihr Schöpferin, Amelie Murmann mitgebracht, die mir in einem kleinen aber sehr ausführlichen Interview Rede und Antwort gestanden hat.
Wenn ihr also etwas zu den Hintergründen und dem Entstehungsprozess von Wanderer - Sand der Zeit erfahren wollt dann lest unbedingt weiter.


Das Buch


Darum geht es:

Der Lebenstraum der sechzehnjährigen Emilia lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: »Palaestra Viatorum« – die renommierte Internatsschule, in der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Leider hapert es in Emilias sonst perfektem Zeugnis an der Kunstnote, auf die gerade diese Schule ganz besonderen Wert zu legen scheint. Doch dann trifft Emilia ausgerechnet in einer Kunstgalerie auf Max, den stellvertretenden Schulsprecher der Institution, und zwar nachdem er gerade durch ein modernes Gemälde gesprungen ist... Emilia traut ihren Augen nicht. Als sie dann noch Visionen ihrer eigenen Zukunft bekommt, scheint sich plötzlich nicht nur Max, sondern auch die Palaestra für sie zu interessieren – und lädt sie zu einer ungewöhnlichen Aufnahmeprüfung ein.

Die Autorin

Impress  Blog  Facebook  Amazon  

Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog, und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. "Wanderer. Sand der Zeit" ist ihr Debütroman. 

Das Interview


Tag 3 der Blogtour, wie fühlst du dich?
Ich beantworte das zwar schon am zweiten Tag der Blogtour, aber ich fühle mich komisch. Auf gute Weise natürlich. Wenn der Erscheinungstermin dann endlich gekommen ist, habe ich sicher keine Fingernägel mehr, aber was sind schon Fingernägel? 

Verrat uns doch kurz etwas über den Inhalt von Wanderer, was erwartet die Leser? 
In Wanderer erwartet euch ein geheimnisvolles Internat (auch wenn es keine richtige Internatsgeschichte ist), in dem Menschen ausgebildet werden, die die Fähigkeit haben durch Bilder an Orte überall auf der Welt zu springen. Aber das ist noch nicht alles: Mit dem Stundenglas - dem Sand - der Zeit kann es ihnen sogar gelingen durch die Zeit zu springen. Für unseren Hauptcharakter Emilia ist das ein Problem, weil sie diejenige ist, die dieses Stundenglas wieder zusammensetzen soll. Leider hat sie keinen Plan, wie. Und dann mischt sich auch noch eine Halbgöttin ins Geschehen ein. Da ist das Chaos doch vorprogrammiert...

Das klingt doch nach einem Heidenspass. Bevor wir uns jetzt an die großen Fragen machen, lass uns mit einer Kurze-Frage-Kurze-Antwort-Runde starten.
Wie lange hast du an Wanderer geschrieben?
Etwa zwei Monate. Ich kann das heute selbst kaum glauben.

Was hat dich zum und während des Schreibens motiviert? 
Ich habe das damals parallel zusammen mit einer anderen Autorin geschrieben und wir haben uns durch Kommentare und Begeisterung immer gegenseitig motiviert

Das Gefühl als du Wanderer beendet hast?
OH MEIN GOTT. Ich habe ein Buch geschrieben.

Der erste Gedanke als du realisiert hast, dass du gerade wirklich ein Buch zu Ende geschrieben hast?
Den größten Teil habe ich hinter mir! (Völlige Fehleinschätzung!)

Es gibt ja einige Legenden wie Autoren auf die Idee für ihre Geschichte gekommen sind, bestes Beispiel ist wohl J.K. Rowling die saß ja in einem verspäteten Zug und plötzlich, sind ihr all die Idee in den Kopf geschossen. Wie war es bei dir? Wie bist du auf die Idee zu Wanderer gekommen?
Ich wünschte, ich könnte jetzt sagen "Auf meiner Reise nach Paris stand ich im Louvre vor der Mona Lisa und da kam mir plötzlich der Gedanke, dass es Gemälde überall gibt. Dass es etwas ist, was alle Menschen überall auf der Welt verbindet.", aber die Wahrheit ist, dass ich mich kaum daran erinnern kann. Auch war Wanderer eigentlich eine Geschichte über ein junges Mädchen, das auf der Suche nach ihrem Vater zu dem alten Herrenhaus kommt, das jetzt die Palaestra Viatorum geworden ist. Ich habe die Datei noch immer auf meinem PC und muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich daran denke, wie wenig aus dieser anderen Idee in der eigentlichen Geschichte übrig geblieben ist.

Was heißt von der ursprünglichen Idee ist nicht mehr viel übrig geblieben?
Das soll heißen, dass der Direktor, Herr von Hohenfeld, in der alten Geschichte Emilias Vater, nein Onkel um genau zu sein, gewesen ist. Emilia hat auch keine Mutter, die jeden Tag einen neuen Freund anschleppt und Emilia jetzt schließlich rausgeschmissen hat. Auch hieß Emilia in der ersten Version nicht Emilia, sondern Sophia (einer meiner Lieblingsnamen ÜBERHAUPT) und war eine kleine Ziege, die mir schon nach zwei Kapiteln so auf den Geist ging, dass ich sie nicht mehr ertragen habe. Es gab auch nicht den Sand der Zeit, sondern die Wanderer waren in der Lage einfach so durch die Zeit zu springen. Das einzige, was geblieben ist, sind Teile der Beschreibungen der Schule. Ich habe das vor Jahren dann einfach noch einmal komplett neu begonnen und es hat mir dann so gut gefallen, dass es zur ersten Idee wurde, die ich tatsächlich beendet habe.

Lass uns über die Charaktere sprechen. Viele Autoren sagen ja, ihre Figuren haben alle irgendwie etwas von ihrer Persönlichkeit. Wie viel von dir (oder vielleicht anderen Personen in deinem Umfeld) steckt in deinen Charakteren?
Ich kann dem nur zustimmen: Ich glaube auch, dass in jeder meiner Figuren eine Menge Eigenschaften von mir stecken. Allerdings verteilt auf die Charaktere und nicht so, dass mein Hauptcharakter genau wie ich wäre Das ist jetzt der emotionale Moment, in dem ich über meine Gefühle labern soll und son Krams, ne? Aber eigentlich sind es eher die Einzelheiten, die ich in meine Charaktere fließen lasse. Wie die Tatsache, dass ich wie Emilia lange im Schwimmverein war und wie Florian Florettfechten betrieben habe (und nein, ich würde in einem Schwertkampf sicher nicht gewinnen xD). Oder die Tatsache, dass ich wie Celia Bücher und besonders Harry Potter liebe (eine Eigenschaft, von der ihr eigentlich erst im zweiten Teil erfahren solltet, aber Pssst). Mit Max teile ich, denke ich diese Art von Loyalität. Ich kann Verrat gar nicht haben und ich muss ehrlich ala. Mr. Darcy sagen, dass wer meinen Respekt einmal verliert, ihn auf ewig verloren hat. Nachtragend bin ich also auch noch. Ohje, das wird ja immer schlimmer hier. Lassen wir das also, denn als Autor sieht man viele Parallelen auch manchmal selbst gar nicht Die einzige Person, die an einen anderen Menschen angelehnt ist, ist Anna. Ich habe selbst eine kleine Schwester, die auch mal so ein kleiner verrückter Floh gewesen ist, der sich einfach an meine Beine gehangen hat, wenn ich nicht aufpasste

Viele Jugendbücher sind ja eher im Ausland angesiedelt, Paris, London oder New York. Warum hast du dich bei Wanderer für ein deutsches Setting entschieden?
Es hat sich bei Wanderer einfach richtig angefühlt. Ich habe auch Geschichten angefangen, die in Amerika spielen, aber Wanderer war so eine Geschichte, bei der ich mich lieber auf Europa konzentrieren wollte. Es gibt ohnehin so viel Literatur, die in den USA spielt.

Und ich finde damit hast du eine wirklich gute Wahl getroffen. Gab es Szenen die dir besonders leicht oder besonders schwer von der Hand gegangen sind? Und welche Szenen hast du am liebsten geschrieben? Besonders leicht ist mir das Ende von der Hand gegangen, weil das immer einer der Teile des Buches ist, die ich schon von Beginn an im Kopf hab und bei denen ich darauf brenne, sie zu schreiben. Schwer tue ich mich grundsätzlich mit dem Teil, der nach 30 Seiten etwa folgt. Ich weiß auch nicht, was da bei mir im Kopf nicht stimmt, aber wenn eine Geschichte 30 Seiten hat, dann gerate ich sofort ins Stocken. Besonders gern schreibe ich Szenen, in denen meine Charaktere bescheuerte Dinge sagen oder tun. Dialoge gehen natürlich auch immer viel leichter von der Hand, als alles andere. Was ich richtig hasse, sind raffende Erzählpassagen. Ich will immer so gern im Moment schreiben und nah an den Charakteren bleiben. Aber ab und zu muss das auch mal sein.

Dir raucht bestimmt gerade der Kopf wegen dem zweiten Teil von Wanderer, dennoch bleibt eine Frag natürlich nicht aus: Welche Plänen hast du für die Zukunft? Vielleicht doch noch Wanderer Teil 3-? Oder schwirren dir schon andere Ideen durch den Kopf?
Einen dritten Wanderer wird es nicht geben. Da bin ich mir, sagen wir zu 95% sicher. Ich bin ein Freund von Dilogien und habe auch nicht das Gefühl, dass ich noch so viel zu erzählen habe, dass ich dafür noch einen weitern Band benötige. Aber man soll ja niemals nie sagen und der zweite Teil von Wanderer ist ja noch im Arbeitsprozess. An anderen Projekten mangelt es mir jedenfalls nicht. Wie Tanja schon sagte, habe ich da auch noch eine halbfertige Contemporary Geschichte, die wegen Wanderer jetzt erstmal auf Eis gelegt wurde und dann noch eine Geschichte, in der es um Robin Hood geht und eine, die Romeo und Julia völlig neu erzählt... Ich hoffe also, dass ich die Lust am Schreiben nie verliere und im besten Fall natürlich auch weiterhin die Möglichkeit haben werde, meine Geschichten mit euch zu teilen!

Welchen Tipp würdest du Leuten geben, die sich gerade auch an einem Buch versuchen?
Irgendwann, da kommt der Tag, wo ihr an einer Geschichte schreibt und merkt, DAS ist sie. Das ist die Geschichte, die ich zu Ende schreiben kann. Und ab dem Moment heißt es dann nur noch dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben.... Ich weiß, das hängt euch schon zum Hals raus, aber es ist die Wahrheit.

Und die letzte Frage für heute: Warum ist Wanderer ein Buch, das unbedingt jeder lesen sollte?
Was für eine miese Frage das ist... Okay, ich versuche es trotzdem: Wanderer ist eine Geschichte, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Es handelt sich zwar um einen Urban Fantasy Roman, aber ich habe versuchte, die typischen Klischees zu umgehen, oder sie eben mit einem zwinkernden Auge zu nehmen. Auch habe ich versucht mit Emilia einen Hauptcharakter zu schaffen, der mal kein naives Dummchen wie sie mir bei so vielen anderen Büchern in dem Genre auf die Nerven gefallen sind. Ob ich das geschafft habe? Nicht die geringste Ahnung. Aber die Tatsache, dass sie MIR nicht auf die Nerven ging, wo ich immerhin die meiste Zeit mit ihr verbracht habe, ist doch schon mal ein guter Anfang *lach* Außerdem kommt in der Geschichte griechische Mythologie vor und griechische Mythologie kann man immer gebrauchen xD


Das Gewinnspiel

Zu einer anständigen Blogtour gehört natürlich auch eine kleine Verlosung, daher habt ihr nun die Chance eines von mindestens fünf  Wanderer - Sand der Zeit eBooks zu gewinnen. Was ihr dafür machen müsst? Ganz easy, schreibt einfach einen Kommentar unter diesen oder einen anderen Beitrag der Tour und schwupp, seid ihr im Lostopf.

Wer allerdings seine Chance noch etwas erhöhen will, der kann dieses super coole Rätsel lösen:

     Du willst dir Emilia auf deinen Reader gewinnen?
Dann musst du dieses Rätsel entspinnen.
Gesucht ist ein Wort, das ich habe gegeben,
einem der Blogger, die fürs Lesen leben.
Das Wort hat Buchstaben an der Zahl sechs.
Ich hoffe, es macht euch nicht allzu perplex.
Denn das Wort, das ist fremd in der deutschen Sprache,
aber nicht zu schnell sein bei dieser Sache.
Denn einen Hinweis, den habe ich noch:
"Zeit kann niemand aufhalten... oder doch?"
Damit ist das Rätsel abgeschlossen.
Ich hoffe, ihr habt die richtige Entscheidung getroffen.
Denn jetzt und hier gibt es kein Zurück,
da könnt ihr nur noch hoffen auf euer Glück!
Amelies Reime sind nun vorbei
und sie brät sich jetzt ein Spiegelei.


Findet einfach das richtige Lösungswort, das sich irgendwo auf einem der teilnehmenden Blogs dieser Tour versteckt hat und schickt es an ameliemurmann@web.de 
Mit jeder richtigen Antwort gebt ihr der Glücksfee einen ordentlich Push sodass es bei 5 richtigen Antworten dann 6  gibt, bei 10 7, bei 15 8, bei 20 9 und ab 25 dann 10 Ebooks.

Die Tour macht Halt bei:
27.06.: his & her books
28.06.: HerrBooknerd
30.06.: Books& Senses
01.07.: Bouqueen


Kommentare:

  1. Halli hallo
    Mit regem Interesse verfolge ich diese Blogtour und bin nun auch hier gelandet.
    Sehr interessantes und informatives Interview.
    Liebe Grüsse Bea

    AntwortenLöschen
  2. Huhu,
    ja , das wird immer Interessanter,mal sehen was die Tage noch kommt!
    Liebe Grüße
    Ute

    AntwortenLöschen
  3. Ein wirklich tolles Interview :) Da ich Amelie ja bis jetzt nur als Bloggerin kannte, finde ich es spannend zu lesen, wie sie zur Autorin wurde ;)

    Liebe Grüße,
    Moni

    AntwortenLöschen
  4. Hey,
    das Interview ist echt toll! Ich werde immer gespannter auf die Wanderer.

    lg. Tine =)

    AntwortenLöschen
  5. Hallöchen :)
    Das Interview ist wirklich klasse :) Ein Buch in 2 Monaten schreiben o.o Das stelle ich mir sehr nervenaufreibend vor :D Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis!

    Liebe Grüße
    Momo

    AntwortenLöschen