[Rezension] Party - Tom Leveen

19. Mai 2014 |

Hanser Verlag Broschiert, 240 Seiten • Einzelband  ISBN 978-3-446-24166-4  14, 90€ 


  Hanser • Amazon • Thalia 

Eine Gruppe Teenager die 'ne fette Party schmeißt, Drogen, Sex und ordentlich Alk, das klingt doch verdammt stark nach Skins, für mich zumindest.


Party hat mich wirklich sehr stark an die erste Staffel von Skins erinnert, natürlich das gute britische Skins nicht diese peinliche US-Adaption von MTV.

Am besten lässt sich das Buch wohl mit einem Episoden-Film vergleichen, denn Tom Leveen erzählt seine Geschichte aus den Blickwinkeln von elf verschiedenen Teenagern, die alle irgendwie miteinander in Verbindung stehen, und fügt so nach und nach alle Stränge zusammen.

Dies ist auch der Punkt, der für mich dieses Buch getragen und mich am meisten überzeugt hat. Das was den Jugendlichen da auf der Party passiert, war meiner Meinung nach typischer 08/15 Kram den man diversen Teenie-Filmen kennt. Nichts was mich aus den Latschen gehauen hat.
Aber die Art und Weise wie alles zusammenhängt und wie sich letztlich alles entwickelt, war wirklich großartig. Hut ab dafür, dass es dem Autoren gelungen ist jedem der Protagonisten eine eigene Stimme zu geben. Also, es gibt da ja auch Autoren die es nicht schaffen ihre Geschichte aus der Perspektive von zwei Charakteren zu erzählen...

Was mich dann allerdings doch sehr gestört hat, weil ich es einfach krass und unlogisch fand, oder krass unlogisch, war die Sache mit der Schlägerei zwischen Anthony und Azize. Ich meine der eine schlägt den anderen krankenhausreif und wird festgenommen, kommt dann nach fünf Minuten aber doch wieder frei weil das Opfer lügt und am Ende ist alles Happy-Hippo-Himbeerkuchen.... jaaaaaa, bestimmt.

Ein Hoch aber dafür, dass Tom Leveens Schreibstil und gerade die Jugendsprache die er verwendet, nicht zum fremdschämen war. Sie ist locker und authentisch ohne dabei alles vollkommen zu übertreiben oder mit Kraftausdrücken zu spicken.

Alles in allem hat mir die Geschichte und deren Aufbau wirklich sehr gut gefallen. Es gab zwar einige Leute aus dieser 11er Gruppe die ich am liebsten an die Wand geklatscht hätte, und wirklich super krass extremst spannend ist die Story auch nicht, aber für zwischendurch ist sie richtig gut.


Mein Dank geht an den Hanser Verlag




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