[Rezension] Roter Mond - Benjamin Percy

26. April 2014 |


[Penhaligon| Hardcover: 638 Seiten | Einzelband | ISBN: 978-3-7645-3123-2 | 19, 99€]


Als ich die Kurzbeschreibung zu diesem Buch gelesen habe, musste ich es sofort haben. Daher habe ich mich auch direkt bei Blog dein Buch dafür beworben... tja, wäre der Kopf doch mal schneller als die Finger.


Darum geht es:
Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker – uns! Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat. Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt …Eine überzeugende Parabel auf die Welt, in der wir leben..

Werwölfe und Terroristen, kann es in einem Buch noch etwas bessere geben? Ja, Werwölfe die zu Terroristen werden, denn genau damit beginnt dieses Buch.

Ich muss sagen, die ersten 200 - 300 Seiten haben mich wirklich gefesselt, denn das was Benjamin Percy so alles vom Stapel lässt ist wirklich ganz großes Kino. Es ist spannend, blutig (fast schon Gore/Splatter), die Charaktere sind gut durchdacht und ausgearbeitet und es hat wirklich Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen. Dann jedoch kam irgendwann der Punkt an dem mir alles irgendwie zu viel wurde.
Und es lagen nochmal gute 300 Seiten vor mir.

Ich finde Benjamin Percy verliert sich zum Ende immer mehr,  ich konnte nicht genau ausmachen wohin er eigentlich noch wollte. Es waren mir dann letztlich zu viele Handlungsstränge, zu viele verschiedene Perspektiven und das Ende an sich hat mich dann auch nicht mehr hinter dem Ofen hervorgelockt.

Zugute halten will ich dem Autor aber die Parallelen zu unsere Gegenwart, in der Terrorismus ein Thema von globalen Ausmaßen ist und auch dass er ganz offensichtlich eine Menge Zeit für seine Recherche investiert hat. Und auch dafür, dass es ihm gelungen ist ein vollkommen anderes Buch über Werwölfe zu schreiben. Gänzlich fernab von dem ganze Einheitsbrei den man im Young Adult-Sektor findet.

Wäre das Buch kürzer gewesen (Ich denke die Geschichte hätte auch auf 450 Seiten funktioniert) hätte ich ihm definitiv eine bessere Bewertung gegeben den wie oben schon geschrieben ist die erste Hälfte wirklich grandios.

Ich denke aber Thriller-Fans dürfte diese Horror-Thriller-Dystopie gefallen.


Der Autor

Bild: Jennifer May

Benjamin Percy wuchs auf im tiefsten Oregon. Vor seinem Romandebüt „Wölfe der Nacht“ schrieb er zwei hochgelobte Erzählbände. Er lehrt Creative Writing an der Iowa State University



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Kommentare:

  1. Ich hab die Wertungen bei Goodreads gesehen und gleich die Finger von dem Buch gelassen! :D

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