[Rezension] The Riverman - Aaron Starmer

26. April 2014 |

[Farrar, Straus & Giroux | Hardcover: 307 Seiten | The Riverman Trilogy #1 | 11, 60€]


Was hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Der Klappentext klang vielversprechend, die Illustrationen auf dem Schutzumschlag erinnerten mich an den Stil von Carson Ellis  aus den Wildwood-Büchern, doch leider wurde ich enttäuscht.

Wobei meine Enttäuschung viel eher daherrührt dass ich etwas vollkommen anderes erwartet hatte. Ich hatte in der Tat etwas erwartet wie eben Wildwood oder keine Ahnung... Narnia.
Doch das Buch geht in eine völlig andere Richtung, nicht ganz aber doch schon merklich.


Alistair soll die Lebensgeschichte von Fiona aufschreiben, die dann und wann durch einen Wasserbehälter im Keller ihres Elternhauses, in ein magisches Land reist das sich Aquavania nennt. Dort lebt auch der Riverman der mit einem Füller den Kindern ihre Seelen raubt.

Bis dahin fand ich es eigentlich auch ganz cool. Fiona erzählt Alistair nach und nach von ihren Erlebnissen in Aquavania, davon wie ihre Freunde dort verschwunden sind und wie sie letztlich herausfindet dass der Riverman dahintersteckt und es nun auch auf sie abgesehen hat. 
Dumm ist nur, dass Alistair  glaubt dass Fiona durch diese kuriosen Geschichten die Misshandlungen durch ihren Onkel (einen Kriegsveteranen der an PTSD leidet) verarbeiten wolle. Und so kommt es wie es kommen muss, Alistair hält Fionas Onkel für den Riverman, besorgt sich mit Hilfe des älteren Bruder seines besten Freundes eine Waffe und will dem Onkel einschärfen sich besser von Fiona fernzuhalten.

Bis sich dann herausstellt dass das was Fiona erzählt hat wirklich stimmt, denn der Riverman war schon die ganze Zeit in Alistairs Nähe.

Was mich stellenweise echt wahnsinnig gemacht hat, da sich Aaron Starmer wirklich eine halbe Ewigkeit damit aufhält Alistair auf eine seltsamen Kreuzzug gegen Fionas Onkel zu schicken. Ich finde diesen ganzen Teil hätte der Autor auch etwas abkürzen können, denn wirklich rasant wird es erst auf den letzten paar Seiten.

Wobei ich dann auch schon beim größten Kritikpunkt angelangt wäre, das Ende. Es geht viel zu schnell, ist viel zu wirr und wirklich geschnallt welcher Sinn jetzt hinter der ganzen Sache gesteckt hat, habe ich auch nicht so wirklich.

Außerdem empfand ich viele Dinge im Verlauf der Geschichte als unnötig und unwichtig, ja bisweilen auch wirklich unlogisch. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich mich gefragt habe, wo zur Hölle denn bitte die Eltern von Kindern stecken.
Richtig gut gefallen hat mir aber Aaron Starmers Schreibstil. Die Beschreibungen von Alistairs Heimatstadt und deren Bewohnern haben eine tolle Atmosphäre. Auch die Charaktere haben mich begeistert, allen voran natürlich Alistair und Fiona. Fiona gilt in er ganzen Schule als düster und verdreht und es war echt schon irgendwie knuffig zu sehen, wie sich Alistair (der anfangs auch dieser Meinung ist) Stück für Stück immer mehr mit Fiona anfreundet und sich auch etwas in sie verliebt.

Ich werde mir den nächsten Teil aber dennoch holen, weil die Geschichte doch mit einem kleinen Cliffhanger endet und ich sehen möchte, ob sich die Geschichte nicht noch in eine bessere Richtung entwickelt. Potential ist auf jeden Fall vorhanden. Ich glaube im Herbst list sich dieses Buch vielleicht etwas besser.



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