[Rezension] Jessica Anthony & Rodrigo Corral - Chopsticks

7. April 2014 |

[Razorbill | Softcover: 304 Seiten | Text: Jessica Anthony, Bilder: Rodrigo Corral | 14,40€]



Ich weiß gar nicht recht, als was ich dieses Buch eigentlich genau bezeichnen soll. Ein Roman wie es oben auf dem Cover steht ist es jetzt nicht, als nicht im herkömmlichen Sinne. Wenn dann eher ein Bildroman (falls es so was überhaupt gibt). Eine Graphic Novel vielleicht? Hm, ich weiß nicht. Bilderbuch käme der ganzen Sache wohl am nächsten. Ich weiß es echt nicht. Was ich allerdings weiß, dieses Buch ist richtig cool und hat mich echt umgehauen.



Die Geschichte lässt sich ziemlich schnell zusammenfassen. Gloria 'Glory' Flemming ist ein musikalisches Wunderkind (von vielen wird sie als ''Der Brecht des Klaviers'' beizeichnet), hat in jungen Jahren ihre Mutter verloren und wird seitdem von ihrem Vater, regelrecht zum Klavierspielen gedrillt. Eines Tages jedoch bezieht eine argentinische Familie das Nachbarhaus und Glory lernt Frank kennen....

Klingt im Grunde vielleicht nach einer 08/15 Teenie-Contemporary-Story, ist es es aber ganz und gar nicht. 
Die Geschichte in diesem Buch wird hauptsächlich (dabei aber sehr detailliert) durch Fotos/Bilder erzählt, was einer der Punkte ist, die mich echt geflasht haben. Es gibt wirklich nur sehr wenig Text, und dennoch versteht man die Geschichte und kann ihr folgen. Ich bin sogar etwas sprachlos, weil ich nicht genau weiß, wie ich das alles in Worte fassen soll, ohne dabei zu übertreiben oder irgendwas von der Geschichte vorwegzunehmen.
Die Liebesgeschichte die sich da zwischen Glory und Frank abspielt, konnte ich mich auch gleich überzeugen. Gut, am Anfang dachte ich mir es wird wohl auf eine dieser kitschigen Liebe auf den ersten Blick-Nummer hinauslaufen, doch ich wurde eines besseren belehrt.
Die Kommunikation zwischen Frank und Glory oder kurz F und G, beschränkt sich (zumindest in textlicher Form) auf solche Messenger-Nachrichten. Oder aber durch kurze Text-/Dialogstellen die sich über die Bilder ziehen. Begeistert hat mich auch noch, um nochmal auf die (Liebes-)Geschichte zu sprechen zu kommen, dass es real und authentisch ist. Es nicht irgendwie überladen, oder schwülstig und es gibt auch keine seitenlangen Bekundungen darüber wie verdammt göttlich er doch aussieht.
Chopsticks ist eine wirklich schöne, vielleicht auch etwas tragische Geschichte über zwei Teenager die gemeinsam ihren Weg gehen. Ich finde das Buch richtig cool. Was die Aufmachung angeht aber auch von der Geschichte die es erzählt.





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Kommentare:

  1. Hallo :-)
    Schöne Rezension! Eine Geschichte größtenteils aus Fotos klingt wirklich mal nach etwas anderem. Was du über den Inhalt sagst, finde ich auch sehr interessant, so dass ich das Buch auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werde.

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    1. Es ist auch etwas ganz anderes, und äußerst Lesens-/Sehenswert :)
      Cool freut mich :D

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  2. Hach, das Buch interessiert mich schon länger. Bei irgendeinem US-Booktuber hab ich das mal erspäht und dachte gleich "Geil!" Ich glaub, ich lass es mir schenken :D
    Mir gefällt die Erzählweise durch die Bilder sehr. Das ist mal was komplett anderes.
    Und dann ist das auch noch so ein stylisches Buch! Wird ne Perle im Regal.

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