[Rezension] The Duff - Kody Keplinger

16. November 2013 |

Titel: The Duff - The Designated Ulgy Fat Friend
Autor: Kody Keplinger
Verlag: Poppy - Hatchette Book Group
Format Paperback [Stand-alone]
Seiten: 304
Preis: 6,85€
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2011



Seventeen-year-old Bianca Piper is cynical and loyal, and she doesn't think she's the prettiest of her friends by a long shot. She's also way too smart to fall for the charms of man-slut and slimy school hottie Wesley Rush. In fact, Bianca hates him. And when he nicknames her "the Duff," she throws her Coke in his face.

But things aren't so great at home right now, and Bianca is desperate for a distraction. She ends up kissing Wesley. Worse, she likes it. Eager for escape, Bianca throws herself into a closeted enemies-with-benefits relationship with him.



Gestaltung und Aufmachung

Joa, kein Cover das mich jetzt irgendwie aus den Latschen haut, dennoch um Längen besser als die grausige deutsche Ausgabe....

Zum Buch

Ich hatte mich ehrlich gesagt sehr auf dieses Buch, auf diese Geschichte gefreut, doch letztlich wurde ich etwas enttäuscht.

Auf der einen Seite ist dies Geschichte, eine 08/15 US-Teenie-Film-Lovestory. 
Unscheinbares Mädel gerät irgendwie an den heißesten Type der Schule, verbringt massig Zeit mit ihm, es kommt zu Problemen mit den Freundinnen, dann dreht auch noch die Familie am Rad und letztlich finden der heiße Junge und das unscheinbare Mädel irgendwie zusammen. Vorher werden dann noch alle Probleme mit der Familie und den Freunden aus dem Weg geräumt und Ende.

Tja, und auf der anderen Seite ist The Duff eine äußerst lustige und unterhaltsame Geschichte. In der die Hassliebe zwischen der titelgebenden Duff, Bianca und jenem heißesten Junge der Schule, Wesley im Vordergrund steht. Für Wesley sind Mädchen im übrigen nur Löcher in Matratzen, dementsprechend behandelt er sie auch. Keine Beziehung, keine Liebe nur Sex. Also ein kleiner Pseudo-Barney Stinson.

Wie alle Formen der Liebe, habe ich auch mit Hasslieben keine Probleme, insofern sie gut umgesetzt werden. Das schafft Kody Keplinge zwar, gerad durch die unheimlich lustigen und vor Sarkasmus nur so triefenden Dialoge/Anfeindungen/Spitzen zwischen Bianca und Wesley, dennoch konnte ich mit der Liebesgeschichte zwischen den beiden absolut nichts anfangen.

Was aber nicht an den Charakteren oder wie gesagt generell der Hassliebe liegt, als viel mehr an den Gründen weshalb es überhaupt erst dazu kommt, dass sich Bianca auf Wesley einlässt.

Biancas Mutter tourt als Motivationscoach durch die Lande und ist im Grunde nie da. Eines Tages flattern dann die Scheidungspapier ins Haus und Bianca, hat tierische Angst davor ihren Vater (einen trockenen Alkoholiker), damit zu konfrontieren, weil er ja wahrscheinlich rückfällig werden könnte.

Und so kommt es dann wie es kommen muss und anstatt ihren Mund aufzumachen, macht Bianca dann die Hose auf und lässt sich von Wesley... Naja die Autorin nennt es ''ablenken'' ich würde es einfach als ''das Hirn raus vögeln'' bezeichnen.

Aber eigentlich hasst Bianca Wesley, weil er ja so eine ekelhafte Hure ist ohne Ansprüche und weil er wirklich alles und jeden nimmt, der ihm vors Rohr läuft.

Natürlich muss Bianca diese ''Momenten der Ablenkung'' vor ihren Freundinnen geheimhalten, weil sie hasst Wesley ja, und da kann sie ihnen ja nicht sagen, dass sich sich regelmäßig von ihm ihre C U Next Tuesdy bearbeiten lässt. Fun Fact an dieser Stelle und auch ein kleiner Spoiler: Bianca schläft mit Wesley, ihm aber einen zu blasen findet sie dann zu ekelhaft... Ja neee...

Dann wird der Vater tatsächlich rückfällig und die Kacke ist so richtig am Dampfen...

Wenn dieses Buch nicht so verdammt lustig gewesen wäre, dann hätte ich es nach den ersten 20 vielleicht 30 Seiten angezündet und aus dem Fenster geschmissen.

Die Familienprobleme sind an und für sich nicht wirklich schlecht gewählt, ich als Scheidungskind konnte mich da stellenweise gut mit den Ängsten und Sorgen von Bianca identifiziere. Doch was dann daraus gemacht wird ist einfach lächerlich, und könnte sich wie in so vielen Büchern einfach damit lösen lassen, wenn die Protagonistin mal den Mund aufmachen würde.

Das Ende ist dann auch nicht mehr wirklich überraschend...



Die Geschichte und auch der Schreibstil von Kody Keplinger bestechen vor allem durch einen sehr unterhaltsamen Humor. Alles andere muss man wohl mögen damit es einem gefällt. 
Ich fand es nicht richtig mies, hatte aber sehr viel mehr erwartet. Nicht unbedingt mehr Tiefe, aber zumindest einen anderen Handlungsverlauf/ Ausgang.
Wer eine locker leichte fluffige Liebesgeschichte lesen mag, in dem sich die beiden Hauptakteure auf ziemlich humorige und unterhaltsame Weise bekriegen, ein Story in der man nicht unbedingt mit Lebensweisheiten zugeschüttet, sondern einfach kurzweilig unterhalten wird, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.












Kommentare:

  1. Hmpf, wie es scheint, hat dir das Buch ja eher mittelmäßig gefallen :p
    Ich mag es total gerne, wobei ich aber auch deine Kritikpunkte verstehen kann und Bianca sich widerspricht. Auf der einen Seite hasst sie ihn, aber auf der anderen treibt sie es mit ihm *seufz*

    Liebe Grüße!

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    1. Also unterhaltsam war es und lustig, doch der Rest ne, der war jetzt nicht so prall finde ich :)

      Das finde ich an sich gar nicht mal so schlimm, gut ich verstehe sie in dem Punkt nicht, aber schlimmer finde ich warum sie mit ihm schläft. Und was sie stattdessen hätte machen können oder vielleicht sogar sollen ^^

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  2. Hey
    Ich finde das Buch war eine gute Unterhaltung für zwischen durch, Literatur-Fast-Food halt wie ich das immer nenne ;-)

    Ich hab leider das ekelhafte deutsche Cover im Regal stehen aber eigentlich sollte es ja auch auf den Inhalt ankommen ;-)

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    1. Stimmt, das beschreibt es wirklich treffen :D
      Unterhaltsam war es ja auch... nur war es irgendwie auch dumm xD

      Ja, eigentlich sollte man darauf nicht achten, aber das Auge isst ja bekanntlich mit ;)

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